Waldorfpädagogik

Jedes Kind ein Könner

Was braucht der junge Mensch, um gesund an Körper, Seele und Geist heranwachsen und sich gemäß seinen Begabungen entwickeln zu können?

An dieser Frage orientiert sich der Waldorf-Lehrplan. Didaktik und Methodik sind dabei sensibel auf die jeweiligen Entwicklungsstufen der Kinder und Jugendlichen abgestimmt.
Ein wichtiges Ziel lautet, im jungen Menschen ein lebendiges Denken anzulegen, sowie ein Bewusstsein und Verantwortungsgefühl für die eigene innere Freiheit auszubilden. Dies und die Angebote digitaler Technik fördern die in unserer Zeit so wichtige Medienmündigkeit. Auch stärkt es die Jugend darin, Antworten zu finden auf die Fragen einer sich rasant und tiefgreifend verändernden Welt.

Ganzheitliche Bildung

Vom ersten Schuljahr an lernen die Schüler zwei Fremdsprachen kennen und sprechen. Neben die mehr sachbezogenen Unterrichtsgebiete tritt stets ein vielseitiger künstlerischer Unterricht. Künstlerische Gestaltung prägt als methodisches Element das ganze Schulleben. Schöpferische Fähigkeiten und Erlebniskräfte werden entwickelt, die für den Einzelnen wie für unsere Gesellschaft so immens wichtig sind.

Die Waldorfpädagogik begleitet Kinder und Jugendliche von früher Kindheit an bis zum Ende ihrer Schulzeit

Es gibt Konzepte für jedes Alter und jedes Bedürfnis: Kinderkrippe, Kindergarten, die zu den staatlichen Abschlüssen führenden Waldorfschulen, in der Regel Ganztagsschulen, sowie heilpädagogische Schulen und eine Vielzahl und Vielfalt förderpädagogischer Angebote.

Waldorfschulen bestehen seit 1919

Die Vorbereitungen für das 100-jährige Jubiläum sind bereits weltweit in vollem Gange. Die erste Waldorfschule wurde von Rudolf Steiner für die Kinder von Fabrikarbeitern der Firma Waldorf-Astoria in Stuttgart begründet mit dem Ziel, den Entwicklungsgesetzen des heranwachsenden Menschen in der Pädagogik gerecht zu werden und soziale Gerechtigkeit im Bildungswesen zu verwirklichen. Junge Menschen erhalten seitdem in Waldorfschulen unabhängig von ihrer sozialen sowie religiösen oder nationalen Herkunft eine gemeinsame Erziehung und Bildung. Integration und Inklusion sind ein zentrales Anliegen der Waldorfeinrichtungen. Waldorfschulen setzen auf eine ganzheitliche Pädagogik, ausgehend von der anthroposophischen Menschenkunde Rudolf Steiners.

Waldorfschulen sind selbstverwaltete Schulen in freier Trägerschaft

Sie basieren in der Regel auf Elterngründungen und stellen somit ein freiheitliches Prinzip des Bürgerengagements dar. Die intensive Begegnung zwischen Lehrern, Schülern, Erziehern und Eltern gehört zum Selbstverständnis der Waldorfeinrichtungen. Waldorfschulen gibt es weltweit in allen Kulturen, unabhängig von vorherrschenden Religionen.

1085 Waldorfschulen in 64 Ländern, 530 heilpädagogische Schulen in 40 Ländern, 1900 Waldorfkindergärten in
70 Ländern (Stand 11/2017).

Eine spezielle Notfallpädagogik setzt die heilenden Elemente der Waldorfpädagogik für traumatisierte Kinder in Krisenregionen und für Flüchtlingskinder und Jugendliche in  Deutschland mit anerkanntem Erfolg ein.

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