Erweitertung der Notfallbetreuung ab dem 27.04.2020

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Liebe Eltern und Sorgeberechtigte,

wie durch die bayerische Staatsregierung mitgeteilt wurde, kommt es ab dem 27. April zu einer weiteren Ausweitung der Notfallbetreuung. Dies gilt somit auch für die Raphael-Schule Bad Aibling.

Bitte informieren Sie uns umgehend, wenn die unten genannten Regelungen zur Notfallbetreuung für Sie gelten und Ihr Kind von uns betreut werden muss.

Ab dem 27. April 2020 gilt:

  1. Erwerbstätige Alleinerziehende können ihre Kinder zur Notfallbetreuung bringen, wenn sie aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten an einer Betreuung ihres Kindes gehindert sind. Auf eine Tätigkeit in einem Bereich der kritischen Infrastruktur kommt es dabei nicht an.

Alleinerziehend bedeutet, dass das Kind mit dem Alleinerziehenden in einem Haushalt wohnt und in diesem Haushalt keine weitere volljährige Person wohnt, die als Betreuungsperson dienen kann. Das Kind bzw. die weitere volljährige Person gehört zum Haushalt, wenn die Person in derselben Wohnung mit Haupt- oder Nebenwohnsitz gemeldet ist.

 

  1. Lebt das Kind in einem gemeinsamen Haushalt mit beiden Elternteilen, genügt es, wenn nur ein Elternteil in einem Bereich der kritischen Infrastruktur tätig ist. Dies galt bisher nur für die Bereiche der Gesundheitsversorgung und Pflege.

Zu den sonstigen Bereichen der kritischen Infrastruktur zählen insbesondere alle Einrichtungen, die der sonstigen Kinder- und Jugendhilfe, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr und Katastrophenschutz), der Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung), der Lebensmittelversorgung (von der Produktion bis zum Verkauf), des Personen- und Güterverkehrs (z.B. Fernverkehr, Piloten und Fluglotsen), der Medien (insbesondere Nachrichten- und Informationswesen sowie Risiko- und Krisenkommunikation) und der Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen.

 

  1. Ein Erziehungsberechtigter ist im Bereich der Gesundheitsversorgung oder der Pflege tätig und aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist.

Die Gesundheitsversorgung umfasst beispielsweise neben Krankenhäusern, (Zahn-) Arztpraxen, Apotheken und den Gesundheitsämtern auch den Rettungsdienst einschließlich der Luftrettung. Hier geht es aber nicht nur um Ärzte und Pfleger, sondern um alle Beschäftigten, die der Aufrechterhaltung des Betriebs dienen: Dazu zählt etwa auch das Reinigungspersonal und die Klinikküche. Die Pflege umfasst insbesondere die Altenpflege, aber auch die Behindertenhilfe, die kindeswohlsichernde Kinder- und Jugendhilfe und das Frauenunterstützungssystem (Frauenhäuser, Fachberatungsstellen/Notrufe, Interventionsstellen).

 

  1. In HPTs, die Leistungen der Eingliederungshilfe für Kinder mit Behinderung erbringen, werden Einzelfallentscheidungen ermöglicht. Die Leitung der Einrichtung kann in Abstimmung mit dem zuständigen Bezirk im Hinblick auf das Wohl der Kinder und deren Familien einzelne Kinder zur Notfallbetreuung zulassen.

Wir bitten Sie dabei zu beachten, dass Kinder in HPTs der Behindertenhilfe häufig einem besonders schutzbedürftigen Personenkreis angehören. Sie gilt es daher auch weiterhin vor einem Ansteckungsrisiko zu schützen.

 

Des Weiteren gelten folgende Voraussetzungen:

  • das Kind weist keine Krankheitssymptome auf

Zu diesem Punkt weisen wir Sie darauf hin, dass wir keine Kinder in die Notfallbetreuung aufnehmen werden, die eines der vom Robert-Koch-Institut genannten Krankheitssymptome in Bezug auf COVID19-Erkrankte, wie z.B. Husten, Fieber, Schnupfen, Pneumonie und weitere Symptome wie Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Bindehautentzündung, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie, Abgeschlagenheit, krankhafte Schläfrigkeit, zeigen. Bitte haben Sie für eine strikte Umsetzung dieser Regelung Verständnis.

  • das Kind war nicht in Kontakt zu infizierten Personen bzw. seit dem Kontakt mit infizierten Personen sind 14 Tage vergangen und das Kind weist keine Krankheitssymptome auf
  • die Einhaltung der Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) vom 10.04.2020 ist sichergestellt. Die EQV besagt, dass sich Personen, die sich nach dem 09.April 2020 im Ausland aufgehalten haben, in häusliche Quarantäne begeben.

Bitte informieren Sie uns umgehend, wenn diese Regelungen für Sie gelten und Ihr Kind betreut werden muss, damit wir entsprechende Planungen machen können.

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang unsere Homepage, auf der wir regelmäßig Aktualisierungen und Neuigkeiten veröffentlichen.

Sämtliche geplante Veranstaltungen der Raphael-Schule Bad Aibling und der Kinderkrippe Sternenbrücke müssen abgesagt werden. Diese werden ggfls. zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit, Soziales und Familie:

https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/corona-kindertagesbetreuung.php#Notbetreuung

Bitte bleiben Sie gesund!

Ihr Team der Raphael-Schule